Das Problem kennen viele Läufer: Der große Zeh stößt an die Schuhinnenwand und reibt ein Loch in den Schuh – und das bereits nach wenigen hundert Kilometern. Das ist ärgerlich, zumal gute Laufschuhe ihren Preis haben. Und im schlimmsten Fall bekommst du eine Blase am Zeh, genau an der aufgeriebenen Stelle im Schuh.
Warum der Schuh ausgerechnet dort aufgeht
Mögliche Ursachen für ein Loch im Schuh am großen Zeh können sein: eine falsche Schuhgröße, mangelnde Nagelpflege oder eine Hyperextension (übermäßige Spannung oder Streckung) des großen Zehs. Laut Studien betrifft dieses Problem etwa 15 bis 20 % aller Läufer.
Hyperextension des großen Zehs
So kann beispielsweise die Hyperextension des distalen Endglieds der großen Zehe dazu führen, dass sich der große Zeh bei jedem Schritt hebt und mit der Spitze an der Innenseite der Zehenbox des Schuhs reibt. Das Ergebnis sind unschöne und vor allem unerwünschte Löcher in der Zehenbox von Laufschuhen aus Meshmaterial.
Falsche Schuhgröße
Schuhe, die zu klein sind, sorgen dafür, dass die Zehen permanent gegen das Material gepresst werden. Aber auch zu große Schuhe belasten das Material: Der Fuß rutscht darin nach vorne und schiebt bei jedem Abrollen gegen die Zehenbox. Beides läuft auf dieselbe Stelle hinaus.
Materialschwäche des Mesh
Viele moderne Laufschuhe bestehen aus leichten, atmungsaktiven Stoffen. Das ist bequem und hält den Fuß kühl, macht das Obermaterial aber anfällig. Ohne Verstärkung an der Zehenbox reißt so ein Gewebe deutlich schneller als klassisches Leder oder ein dichter Synthetikstoff.
Lauftechnik
Wer beim Abdruck stark über den großen Zeh schiebt, belastet genau die Stelle, an der das Mesh am dünnsten ist. Das merkt man selbst kaum. Man sieht es erst am Schuh, meist nach wenigen Monaten, und dann immer am selben Fuß.
Wie du ein Loch im Mesh verhinderst
Es gibt mehrere Strategien, wie du ein Loch im Mesh bzw. im Schuh verhindern kannst. Wenn es schon passiert ist, hilft dir der Ratgeber Loch im Mesh reparieren weiter.
Gutsitzende Schuhe
Zu kleine Schuhe bedeuten, dass deine Zehen innen an die Schuhfront stoßen. Zu große Schuhe haben zur Folge, dass dein Fuß nach vorne rutschen und ebenfalls innen an die Schuhfront stoßen kann. Beide Szenarien sind gleichermaßen schlecht. Bei zu großen Schuhen kannst du aber zumindest mit einer gezielten Schnürtechnik den Fuß so fixieren, dass er nicht mehr nach vorne rutscht. Um festzustellen, ob dein Schuh die richtige Länge hat, stelle sicher, dass die Breite eines Daumens zwischen die Spitze deines längsten Zehs und der Innenwand der Schuhfront passt. Messe das idealerweise im Stehen ab.
Verändern der Lauf- bzw. Gehtechnik
Ein Physiotherapeut kann dich dabei unterstützen eine für dich geeignete Lauftechnik zu finden. Beachte, das eine Änderung deines gewohnten Gangs Verletzungen verursachen kann. Führe solche Veränderungen in Geschwindigkeit, Länge und Technik schrittweise ein, um deinen Körper an die neuen Bewegungsabläufe zu trainieren.
Zehenloch-Schutz von BRIT PATCH anbringen
Die britische Marke BRIT PATCH bietet Kits zur Vermeidung und Reparatur von Zehen- und Fersenlöchern an. Der Zehenloch-Schutz wurde speziell entwickelt, um ein Loch im Mesh des Schuhs am großen Zeh zu verhindern bzw. ein entstandenes Loch zu flicken. Für die andere Problemstelle, das durchgescheuerte Fersenfutter, gibt es denselben Patch als Fersenloch-Schutz.
Loch im Schuh flicken mit dem Zehenloch-Schutz
Der Zehenloch-Schutz von BRIT PATCH besteht aus einem Klebepad und einem eigens entwickelten Applikator. Das Pad besteht aus robustem, PU-beschichtetem Nylon, das besonders abrieb- und reißfest ist. Es ist aber auch so dünn und flexibel, dass es – einmal angebracht- nicht zu spüren ist und beim Laufen nicht stört.
Der Applikator erlaubt das völlig problemlose, faltenfreie und schnelle Einkleben des Patches exakt an der betroffenen Stelle der Innenseite der Zehenbox.
Prävention und Reparatur in einem
Das Klebepad kann sowohl in neuen als auch in bereits leicht beschädigten Schuhen verwendet werden – idealerweise, bevor das erste Loch entsteht. Gerade Läufer, die wissen, dass sie sich ein Loch in das Mesh scheuern, können das Klebepad präventiv an der Innenseite des Schuhs anbringen. Doch auch bereits entstandene Löcher lassen sich wirksam reparieren, was die Lebenszeit des Schuhs verlängert – das spart Geld und verhindert, dass Schuhe frühzeitig entsorgt werden müssen.
Selbstklebender Flicken für die Zehenbox. Kommt mit Applikator-Schablone von innen ins Mesh, repariert die kaputte Stelle und verhindert, dass sie wieder aufreißt. 2 Stück, in Schwarz oder Weiß.
Zehenloch-Schutz ansehenDieses nützliche Zubehör für Laufschuhe mag auf den ersten Blick wie ein Nischenprodukt erscheinen, doch angesichts der weit verbreiteten Problematik dürfte es für viele Läufer einen hohen Nutzen darstellen.
Häufige Fragen zu Löchern im Schuh am großen Zeh
Warum bekommen ausgerechnet Laufschuhe Löcher über dem großen Zeh?
Weil dort drei Dinge zusammenkommen: Das Mesh ist an der Zehenbox am dünnsten, der große Zeh hebt sich bei vielen Läufern bei jedem Schritt, und beim Abdruck schiebt der Fuß zusätzlich nach vorne. Bei Alltagsschuhen aus dichterem Material passiert dasselbe, nur deutlich langsamer.
Hilft eine größere Schuhgröße gegen das Problem?
Nur wenn der Schuh tatsächlich zu klein war. Ist er zu groß, rutscht der Fuß beim Abrollen nach vorne und stößt genauso an. Als Faustregel sollte eine Daumenbreite zwischen längstem Zeh und Schuhfront passen, gemessen im Stehen.
Kann man ein Loch im Mesh noch reparieren oder ist der Schuh hin?
Solange die Sohle intakt ist, lohnt sich die Reparatur fast immer. Ein selbstklebender Flicken von innen deckt die Stelle ab und verhindert, dass sie weiter ausfranst. Nähen funktioniert bei kleinen Rissen, verzieht das Mesh aber leicht.
Hält ein Klebepatch auch über einem schon großen Loch?
Ja, solange rund um das Loch noch genug intaktes Gewebe zum Kleben da ist. Der Patch braucht eine trockene, saubere Fläche. Lose Fasern am Rand vorher abschneiden, sonst haftet er nur auf den Fransen.
Spürt man den Patch beim Laufen?
Nein. Das Material ist ein dünnes, PU-beschichtetes Nylon und trägt kaum auf. Es polstert nicht, es glättet – die Passform bleibt unverändert.
Wie lange hält so ein Patch?
Bei sauberer Anbringung in der Regel mehrere Monate. Entscheidend ist der erste Schritt: trockene Fläche, faltenfrei aufkleben, fest andrücken. Genau dafür liegen die Applikator-Schablonen bei, denn im Schuh sieht man nicht, wo man klebt.





