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Packliste Megamarsch & Mammutmarsch: Was auf 50 und 100 km in den Rucksack gehört, mit PDF zum Abhaken

Packliste Megamarsch und Mammutmarsch: Rucksackinhalt für 50 und 100 km mit Anti-Blasen-Socken, Body Glide und Stirnlampe

Die Anmeldung ist durch, das Datum steht im Kalender, und irgendwann zwischen jetzt und dem Start taucht die Frage auf, die jeder Erstteilnehmer googelt: Was nehme ich eigentlich mit? Die Antwort der meisten Packlisten im Netz lautet: alles. Regenhose, Wechselschuhe, Sitzkissen, Thermoskanne. Wer das einpackt, trägt bei Kilometer 60 sieben Kilo auf dem Rücken und fragt sich, warum die Schultern brennen und nicht die Füße.

Diese Packliste geht anders vor. Sie hat ein Ziel: unter 4,5 Kilo bleiben, Wasser eingerechnet, und trotzdem alles dabeihaben, was zwischen Kilometer 40 und Kilometer 100 über Finish oder Abbruch entscheidet. Und das ist zu einem großen Teil Fußpflege. Wer mit dem Rest der Vorbereitung noch nicht durch ist, findet Training, Pace und Regeneration im Megamarsch-Vorbereitungsguide von A bis Z. Hier geht es nur um den Rucksack.

Die Liste gilt für Megamarsch und Mammutmarsch gleichermaßen. Ein paar Unterschiede gibt es bei der Verpflegung und den Zeitlimits, dazu weiter unten. Am Ende steht die komplette Liste als PDF zum Ausdrucken und Abhaken.

Keine Zeit zum Lesen? Die komplette Packliste gibt es als PDF mit zwei Seiten, zum Abhaken am Handy oder ausgedruckt. Was hinter den einzelnen Posten steckt, steht weiter unten.
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Die Grundregel: unter 4,5 Kilo, alles in Reichweite

Ein Kilo auf dem Rücken fühlt sich bei Kilometer 5 nach nichts an. Bei Kilometer 70 ist es der Grund, warum du den Rucksack an jeder Station abstellst und ihn danach nur widerwillig wieder aufsetzt. Deshalb ist Gewicht das erste Kriterium, nicht Vollständigkeit.

Der Rucksack selbst: 12 bis 20 Liter, mit Hüftgurt und Brustgurt, leer unter 600 Gramm. Ein Trailrunning-Rucksack oder eine Laufweste mit Frontflaschen ist ideal, weil du Wasser, Riegel und Handy erreichst, ohne stehenzubleiben. Ein 30-Liter-Wanderrucksack ist zu groß, und ein zu großer Rucksack füllt sich von allein. Ohne Hüftgurt hängen vier Kilo zwölf Stunden lang an den Schultern. Das wird zum Problem, lange bevor die Füße eins bekommen.

So sieht eine realistische Gewichtsverteilung für 100 Kilometer aus:

Posten Gewicht
Rucksack, leer ca. 500 g
Wasser, 1,5 Liter am Start 1.500 g
Kleidung im Rucksack ca. 700 g
Fußpflege-Kit inkl. Ersatzsocken ca. 250 g
Verpflegung für die ersten 20 km ca. 500 g
Stirnlampe, Powerbank, Kabel, Warnweste ca. 300 g
Papiere, Erste Hilfe, Kleinkram ca. 250 g
Gesamt ca. 4,0 kg

Wer das drei Tage vor dem Start auf die Küchenwaage stellt und über fünf Kilo landet, nimmt etwas raus. Nicht die Socken.

Fußpflege-Kit: 250 Gramm, die über das Finish entscheiden

100 Kilometer sind rund 130.000 Schritte. Bei jedem einzelnen bewegt sich der Fuß minimal in der Socke und die Socke minimal im Schuh. Dazu kommen Schweiß, der die Haut aufweicht, und Füße, die im Lauf des Tages um eine halbe bis ganze Schuhgröße anschwellen. Blasen sind bei dieser Belastung keine Frage des Ob, sondern des Wann. Es sei denn, du kümmerst dich vorher darum. Die ausführliche Strategie steht im Guide Extremwandern ohne Blasen, hier geht es um das, was davon in den Rucksack muss.

Socken: zwei Paar für 50 Kilometer, drei für 100

Das erste Paar hast du an, der Rest liegt oben im Rucksack, wasserdicht verpackt in einem Zip-Beutel. Nasse Ersatzsocken sind wertlos. Gewechselt wird ungefähr bei der Hälfte der Strecke, bei 100 Kilometern also einmal um Kilometer 35 und einmal um Kilometer 70, und zusätzlich immer dann, wenn die Socken nass sind, egal ob durch Regen oder Schweiß.

Welche Socken? Keine Baumwolle, das ist die einfache Regel. Die weniger bekannte: Auf 100 Kilometern reicht eine gute Funktionssocke nicht mehr. Eine einlagige Socke reibt bei jedem Schritt direkt auf der Haut. Eine doppellagige Anti-Blasen-Socke verschiebt die Bewegung zwischen ihre beiden Lagen. Die Haut merkt davon fast nichts. Für Megamarsch und Mammutmarsch bewähren sich zwei Modelle: STRIDE, leicht gepolstert, als Allrounder für leichte Schuhe und warme Temperaturen, und ENDURANCE, stark gepolstert bis um die Zehen herum, wenn du weißt, dass deine Fußsohlen nach 40 Kilometern anfangen zu brennen. Ein Paar wiegt zwischen 60 und 80 Gramm. Drei Paar sind also weniger als ein Viertelliter Wasser. Wer unsicher ist, welches Modell zum eigenen Schuh und Fuß passt, findet es im Sockenfinder.

Wrightsock ENDURANCE quarter, doppellagige Anti-Blasen-Socken für Megamarsch und Mammutmarsch
Wrightsock Anti-Blasen-Socken

Doppellagig, damit die Reibung zwischen den Lagen bleibt statt auf der Haut. STRIDE als Allrounder, ENDURANCE mit maximaler Polsterung für 100 Kilometer. Drei Paar wiegen weniger als ein Viertelliter Wasser.

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Anti-Blasen-Stick: vor dem Start und bei jedem Sockenwechsel

Der Anti-Blasen-Stick kommt morgens auf die trockene Haut: Ferse, Fußballen, Zehenzwischenräume, Außenkante des kleinen Zehs. Er hinterlässt einen trockenen Film, der die Reibung zwischen Haut und Socke senkt, ohne dass etwas schmiert oder in die Socke einzieht. Bei jedem Sockenwechsel wird nachgelegt. Ein Stick reicht für den ganzen Marsch, und zwar nicht nur für die Füße, dazu gleich mehr. Nimm die 10- oder 22-Gramm-Größe, die passt in jede Hosentasche und reicht locker für 100 Kilometer. Der 42-Gramm-Stick bleibt zu Hause, das ist Gewicht, das du nie aufbrauchst. Vaseline kannst du dir ebenfalls sparen: Sie schmilzt ab etwa 37 Grad, zieht Sand und Staub an und ist nach 20 Kilometern eine graue Paste in der Socke.

Blasenstopper: zu Hause kleben, Ersatz mitnehmen

Wer immer an derselben Stelle Blasen bekommt, meist an der Ferse oder über der Naht am Fußballen, hat dort einen Reibungspunkt im Schuh, nicht am Fuß. Blasenstopper werden genau dort in den Schuh oder auf die Einlegesohle geklebt, nicht auf die Haut. Die Oberfläche hat einen Reibungskoeffizienten unter 0,1, Haut auf Sockenstoff liegt bei 0,4 bis 0,6. Das Kleben passiert zu Hause, mindestens 24 Stunden vor dem Start, damit der Kleber abbindet. In den Rucksack kommen drei bis vier Ersatzpads für Stellen, die sich erst unterwegs melden. Sie wiegen praktisch nichts.

Der Rest des Kits

Ein kleines Handtuch oder ein paar Papiertücher zum Abtrocknen der Füße beim Sockenwechsel, das ist wichtiger als es klingt. Zwei Blasenpflaster für den Fall, dass die Prävention an einer Stelle nicht gereicht hat, denn ist die Blase einmal da, hilft kein Präventionsprodukt mehr. Ein Desinfektionstuch. Alles zusammen in einen Zip-Beutel, und dieser Beutel gehört in die oberste Rucksacktasche, nicht auf den Boden unter die Regenjacke. Wer bei einem Hot Spot erst fünf Minuten wühlen muss, wartet zu lange. Was dann genau zu tun ist, steht im Vorbereitungsguide unter Hot Spots. Die Zehennägel schneidest du übrigens zwei bis drei Tage vor dem Start, nicht am Vorabend. Frisch geschnittene Kanten scheuern am Nachbarzeh.

Anti-Blasen-Set mit Blasenstopper Klebepads und Body Glide Anti-Blasen-Stick für die Megamarsch Packliste
Anti-Blasen-Set

Blasenstopper-Klebepads für die Reibungspunkte im Schuh plus Anti-Blasen-Stick für die Haut. Das Fußpflege-Kit für 50 und 100 Kilometer in einem Paket, Socken kommen separat dazu.

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Kleidung: Zwiebelprinzip für 15 Grad Unterschied

Ein 100-Kilometer-Marsch führt durch eine komplette Nacht, egal ob der Start abends oder mittags liegt. Im Mai oder September heißt das: nachmittags 22 Grad in der Sonne, um vier Uhr morgens 7 Grad auf einem Feldweg mit Wind. Dein Körper produziert beim Gehen Wärme, aber sobald du an einer Station zehn Minuten stehst, ist sie weg. Die Kleidung muss beide Zustände abdecken, ohne dass du zwei Garnituren mitschleppst.

Am Körper: ein Funktionsshirt, kurz oder lang je nach Prognose, dazu eine Hose, in der du 20 Stunden sitzen, gehen und schwitzen kannst. Ob Shorts oder lang, ist Geschmackssache, gegen reibende Oberschenkel hilft der Stick, nicht der Hosenschnitt. Cap oder Buff gegen Sonne, später gegen Kälte. Schuhe, die mindestens 150 Kilometer eingelaufen sind, das ist keine Packfrage mehr, sondern eine Trainingsfrage.

Im Rucksack: ein dünnes Langarmshirt, eine leichte Fleece- oder Isolationsjacke (250 bis 350 Gramm), eine Regenjacke (unter 300 Gramm, wirklich wasserdicht, nicht nur wasserabweisend), dünne Handschuhe und eine dünne Mütze für die Nacht. Beides zusammen wiegt 80 Gramm und rettet dir zwischen zwei und fünf Uhr morgens die Laune. Ein Wechselshirt für die Halbzeit, wenn das erste durchgeschwitzt ist. Die Regenhose bleibt zu Hause, es sei denn, die Prognose sagt Dauerregen. Ein Baumwoll-T-Shirt hat im Rucksack nichts verloren, es bleibt nass und kalt.

Haut: Wo es außer an den Füßen noch scheuert

Füße sind das Hauptproblem, aber nicht das einzige. Nach 60 Kilometern melden sich Stellen, an die vorher niemand gedacht hat: die Innenseiten der Oberschenkel, die Achseln, die Stelle, wo der Rucksackträger über das Schlüsselbein läuft, der Hüftgurt am Beckenknochen, bei Frauen der BH-Verschluss am Rücken. Bei Regen kommen bei Männern die Brustwarzen dazu, die am nassen Shirt reiben, bis sie bluten. Das klingt nach Randnotiz und ist es nicht. Ein Wolf an den Oberschenkeln bei Kilometer 70 bringt Leute zum Aufgeben, die mit den Füßen überhaupt kein Problem hatten.

Die Lösung ist derselbe Stick, der morgens schon auf den Füßen war. Body Glide gibt es als Foot Glide und als Body-Variante, beide funktionieren an Fuß und Körper gleichermaßen, du brauchst also nur einen davon. Morgens auf alle Stellen, die erfahrungsgemäß reiben, an der Halbzeitstation nachgelegt. Wachsbasiert, trocken, zieht nicht ins Shirt. Wer schon einmal versucht hat, mit Vaseline unter dem Rucksackträger 50 Kilometer zu gehen, weiß, warum das keine Alternative ist.

Body Glide Anti-Wundreib-Stick gegen Scheuern an Oberschenkeln und Rucksackträgern beim Megamarsch
Body Glide Anti-Wundreib-Stick

Trockener Schutzfilm gegen Scheuern an Oberschenkeln, Achseln, Rucksackträgern und Hüftgurt. Ein Stick für Füße und Körper, für den Marsch in 10 oder 22 Gramm, hält bis zur Halbzeitstation.

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Nacht: Stirnlampe, Reflektoren, Strom

Beim Mammutmarsch ist die Stirnlampe für alle, die im Dunkeln unterwegs sind, ausdrücklich Pflicht. Beim Megamarsch steht sie auf der Empfehlungsliste, und wer bei 100 Kilometern ohne startet, hat die Distanz nicht verstanden. Eine Lampe mit mindestens 200 Lumen, dazu ein voller Ersatzakku oder ein Satz Ersatzbatterien. Ein Rotlichtmodus ist angenehm, wenn du an der Station in die Karte schaust, ohne die Leute um dich herum zu blenden. Als Backup eine winzige Knopfzellenlampe mit 20 Gramm, für den Fall, dass die Hauptlampe im Regen aussteigt.

Ein Teil jeder Strecke läuft über Landstraßen und Ortsdurchfahrten. Eine Warnweste oder wenigstens Reflektorbänder an Armen und Rucksack sind nachts keine Vorschrift, aber die einzige Möglichkeit, dass ein Autofahrer dich um drei Uhr morgens auf einer unbeleuchteten Kreisstraße rechtzeitig sieht. Die Weste wiegt 60 Gramm.

Strom: Das Handy läuft 20 Stunden mit Tracking-App, Musik und gelegentlichem Fotografieren. Das schafft kein Akku. Eine Powerbank mit 5.000 mAh wiegt etwa 110 Gramm und lädt das Handy einmal voll, das reicht für 24 Stunden. Die 10.000er mit 200 Gramm brauchst du nur, wenn du die ganze Strecke per GPS aufzeichnest und viel filmst. Kabel nicht vergessen, das ist der Klassiker. Flugmodus auf Streckenabschnitten ohne Empfang spart erstaunlich viel, weil das Handy sonst permanent nach Netz sucht.

Verpflegung: Die ersten 20 Kilometer sind deine

Beim Megamarsch liegt die erste Verpflegungsstation in der Regel um Kilometer 20, danach gibt es mindestens vier Stationen mit Wasser, Obst, Riegeln, Tee, Brühe, Gewürzgurken und Milchbrötchen. Die Öffnungszeiten sind auf ein Tempo zwischen 4,2 und 6 km/h ausgelegt. Der Mammutmarsch versteht sich als Selbstverpfleger-Event: Wasser gibt es an jeder Station, dazu Kaffee und Snacks wie Bananen, Gurken, Brühe oder Schokobrötchen, an manchen Stationen auch warme Mahlzeiten gegen Aufpreis. Den Großteil deiner Kalorien trägst du beim Mammutmarsch selbst.

Was bedeutet das für den Rucksack? Am Start 1,5 Liter Wasser, verteilt auf zwei Flaschen oder eine Trinkblase, Kapazität für 2 Liter, damit du an heißen Tagen auffüllen kannst. Mehr nicht, jeder Liter wiegt ein Kilo. Dazu Verpflegung für drei bis vier Stunden, bis die erste Station kommt: zwei Riegel, eine Handvoll Nüsse, Salzstangen oder Salzbrezeln, ein paar Gummibärchen. Ab Kilometer 40 will der Körper Salz, nicht Zucker. Ein Liter Schweiß nimmt bis zu ein Gramm Natrium mit, und wer nur Wasser und Süßes nachlegt, bekommt irgendwann Krämpfe oder Übelkeit. Ein paar Brühwürfel oder Salztabletten wiegen nichts und sind nachts Gold wert. Gels nur, wenn du sie im Training vertragen hast, sonst werden sie ab Kilometer 60 zum Magenproblem.

Realistisch verbrennst du 300 bis 400 Kilokalorien pro Stunde. Niemand isst das unterwegs komplett nach, und das musst du auch nicht. Aber alle 60 bis 90 Minuten etwas, auch ohne Hunger. Der Hunger kommt bei diesen Distanzen erst, wenn es zu spät ist.

Papiere, Technik, Geld

Das Ticket, digital oder ausgedruckt. Personalausweis und Krankenkassenkarte, beides ist bei der Startnummernausgabe und im Notfall relevant. 20 bis 30 Euro Bargeld, weil an manchen Stationen Kaffee oder eine warme Mahlzeit gegen Aufpreis angeboten wird und nicht jeder Stand Karte nimmt. Das Handy mit geladenem GPX-Track der Strecke, offline verfügbar, für den Fall, dass eine Markierung fehlt oder du nachts eine Abzweigung verpasst. Kopfhörer, wenn du nachts Musik oder einen Podcast brauchst. Notfallkontakt auf dem Sperrbildschirm hinterlegen. Und ein Blatt Papier mit der Nummer der Notfallhotline des Veranstalters, falls das Handy doch stirbt.

Was zu Hause bleibt

Ein zweites Paar Schuhe auf dem Rücken. Es wiegt 700 Gramm und wird in 95 Prozent der Fälle nie ausgepackt. Wenn der Veranstalter einen Wechselbeutel zur Halbzeitstation transportiert, gehört es dorthin, sonst gar nicht mit. Eine Wechselhose, aus demselben Grund. Das große Erste-Hilfe-Set aus dem Auto. Die Kamera, das Handy reicht. Isomatte, Sitzkissen, Thermoskanne, Buch. Wanderstöcke nur, wenn du damit trainiert hast, sonst sind sie ab Kilometer 30 Ballast. Vaseline, siehe oben. Der 42-Gramm-Stick, die Reisegröße reicht. Und neue Schuhe, die du für das Event gekauft hast, aber noch nie länger als 10 Kilometer getragen hast. Die sind das Ende jeder Packliste.

Halbzeit: Was in den Wechselbeutel gehört

Manche Events transportieren einen Beutel zu einer Station auf halber Strecke. Ob und wo, steht in den Teilnehmerinfos deines Events, und die liest du vorher. Wenn es das Angebot gibt, ändert es die Packliste spürbar, weil alles, was du erst ab Kilometer 50 brauchst, nicht 50 Kilometer auf dem Rücken sein muss.

In den Beutel: das dritte Paar Socken, ein trockenes Shirt, bei Bedarf das zweite Paar Schuhe, der Ersatzakku für die Lampe, Verpflegung für die zweite Hälfte, ein kleines Handtuch, und für die Nacht die warme Schicht, falls du sie tagsüber nicht brauchst. Was nicht rein gehört: Dinge, die du zwischen Kilometer 1 und 50 brauchen könntest. Der Beutel ist dort, du bist hier.

Megamarsch oder Mammutmarsch: Was sich ändert

Bei der Packliste selbst wenig, bei den Rahmenbedingungen einiges. Beide bieten die 100 Kilometer in 24 Stunden an, der Mammutmarsch zusätzlich 30 Kilometer in 10 Stunden und 55 Kilometer in 14 Stunden, dazu je nach Stadt 42, 50, 60 oder 75 Kilometer. Der Megamarsch fährt mit 25, 50, 75 und 100 Kilometern. Für die 100 Kilometer beim Mammutmarsch musst du im Training mindestens einmal 35 Kilometer am Stück gegangen sein.

Megamarsch Mammutmarsch
Verpflegung Mind. 4 Stationen, erste um km 20, breites Angebot Selbstverpflegung, Wasser an jeder Station, Snacks, teils warme Mahlzeit gegen Aufpreis
Eigene Verpflegung Für die ersten 20 km plus Salz-Reserve Deutlich mehr, Hauptkalorien selbst tragen
Stirnlampe Empfohlen, bei 100 km unverzichtbar Pflicht bei Dunkelheit
Tempo-Planung Stationen offen für 4,2 bis 6 km/h Zeitlimits: 30 km/10 h, 55 km/14 h, 100 km/24 h
Fußpflege-Kit Identisch Identisch

Wer beim Mammutmarsch die 100 Kilometer geht, packt also 200 bis 300 Gramm mehr Essen ein und plant die Salzzufuhr komplett selbst. Alles andere bleibt gleich. Wie sich so ein Tag anfühlt, steht im Erfahrungsbericht vom Megamarsch Frankfurt.

Die Packliste als PDF zum Ausdrucken

Die komplette Liste gibt es hier als zweiseitiges PDF: alle Posten mit Gewichtsangabe, Kästchen zum Abhaken und einer Spalte für den Wechselbeutel. An den Kühlschrank hängen, drei Tage vor dem Start packen, den fertigen Rucksack einmal 10 Kilometer probetragen. Was dann noch drückt, wird umgepackt.

Packliste Megamarsch & Mammutmarsch (PDF, 2 Seiten)

Zum Ausdrucken oder direkt am Handy abhaken, mit Gewichtsangaben und Wechselbeutel-Spalte.

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Häufige Fragen zur Packliste für Megamarsch und Mammutmarsch

Wie schwer darf der Rucksack beim Megamarsch sein?

Unter 4,5 Kilo inklusive Wasser, besser um 4 Kilo. Jedes Kilo mehr hängt ab Kilometer 60 an den Schultern. Rucksack drei Tage vorher fertig packen und auf die Küchenwaage stellen. Über fünf Kilo wird etwas gestrichen, aber nie die Ersatzsocken.

Wie viele Paar Socken brauche ich für 100 Kilometer?

Drei Paar: eins am Fuß, zwei im Rucksack, wasserdicht im Zip-Beutel. Gewechselt wird um Kilometer 35 und 70 sowie immer dann, wenn die Socken nass sind. Für 50 Kilometer reichen zwei Paar. Doppellagige Anti-Blasen-Socken, keine Baumwolle.

Ist eine Stirnlampe beim Megamarsch und Mammutmarsch Pflicht?

Beim Mammutmarsch ist sie für alle, die bei Dunkelheit unterwegs sind, Pflichtausrüstung. Beim Megamarsch ist sie empfohlen. Bei 100 Kilometern läufst du in jedem Fall durch eine ganze Nacht, also gehört sie in beiden Fällen in den Rucksack, mit Ersatzakku und mindestens 200 Lumen.

Wie viel Wasser nehme ich zum Start mit?

1,5 Liter am Start, Kapazität für 2 Liter. Beim Megamarsch liegt die erste Station meist um Kilometer 20, beim Mammutmarsch gibt es Wasser an jeder Station. Mehr Wasser zu tragen bringt nur Gewicht, jeder Liter wiegt ein Kilo.

Brauche ich Wanderstöcke für einen Megamarsch?

Nur wenn du im Training regelmäßig mit Stöcken gegangen bist. Wer sie zum ersten Mal beim Event benutzt, trägt ab Kilometer 30 zusätzliches Gewicht und verkrampft in den Armen. Auf flachen Strecken bringen sie den meisten nichts.

Was ist der Unterschied zwischen Megamarsch und Mammutmarsch bei der Packliste?

Das Fußpflege-Kit, die Kleidung und die Nachtausrüstung sind identisch. Der Mammutmarsch ist als Selbstverpfleger-Event angelegt, es gibt Wasser und Snacks an den Stationen, aber die Hauptkalorien trägst du selbst. Beim Megamarsch versorgen mindestens vier Stationen mit Obst, Riegeln, Brühe und Milchbrötchen, hier reicht Verpflegung für die ersten 20 Kilometer plus Salz-Reserve.

Fazit

Eine gute Packliste für Megamarsch und Mammutmarsch ist kurz. Vier Kilo, davon anderthalb Wasser, ein Viertelkilo Fußpflege, der Rest Kleidung, Licht und Essen für die ersten 20 Kilometer. Was nicht in diese vier Kilo passt, trägst du 20 Stunden spazieren, ohne es anzufassen.

Die Füße bekommen den größten Anteil der Aufmerksamkeit und den kleinsten Anteil am Gewicht. Das ist kein Zufall. Wer bei Kilometer 80 noch geht, hat meistens nicht die beste Regenjacke dabei, sondern trockene Socken gewechselt, als es Zeit war.