Ausrüstungstipps

Fersenschlupf vermeiden: 3 Tipps gegen rutschende Fersen im Wanderschuh

Ein Wanderer in den Bergen zieht die Schnürsenkel seines braunen Wanderschuhs fest, um Fersenschlupf und Blasen zu vermeiden.

Die Problemzone Nummer eins beim Wandern ist häufig der Fersenbereich. Hat die Ferse zu viel „Spiel" in der Fersenbox, kommt es zum sogenannten Fersenschlupf. Das bedeutet: Die Ferse rutscht bei jedem Schritt im Wanderschuh auf und ab. Diese ständige Bewegung führt unweigerlich zu unangenehmen Scheuerstellen an der Haut und im schlimmsten Fall zu extrem schmerzhaften Blasen an der Ferse.

Damit du deine nächste Tour schmerzfrei genießen kannst, zeigen wir dir 3 Tipps, wie du einen Fersenschlupf beim Wandern vermeiden kannst.

1. Den richtigen Wanderschuh wählen (schmaler Leisten)

Oft liegt das Problem bereits bei der Passform des Schuhs. Die Fersen von Frauen sind anatomisch bedingt in der Regel schmaler als die von Männern. Daher sollten Frauen darauf achten, einen Wanderschuh zu wählen, der über einen speziellen Damenleisten verfügt. Diese Modelle sind mit einer schmaleren Fersenbox ausgestattet, wodurch der Fuß fester umschlossen und der Fersenschlupf von vornherein deutlich reduziert wird.

2. Dickere oder doppellagige Socken tragen

Hat deine Ferse trotz passendem Schuhwerk minimal zu viel Platz, können die richtigen Socken für einen stabileren Halt sorgen. Dickere Wandersocken füllen den Leerraum in der Fersenbox auf.

Um Blasen durch Reibung an der Ferse zusätzlich zu verhindern, sind doppellagige Socken (zweilagige Socken) die beste Wahl. Sie neutralisieren einen Großteil der Reibung, die durch den Schlupf und die Auf- und Ab-Bewegungen entsteht, da die Bewegung zwischen der Innen- und der Außensocke stattfindet – und nicht direkt auf deiner Haut. Welches Modell für welchen Schuh passt, erklärt unser Guide zu Wandersocken gegen Blasen.

3. Die richtige Schnürtechnik anwenden

Die Lösung für rutschende Fersen liegt oft direkt in deinen Händen: beim Schnüren der Wanderschuhe. Achte darauf, dass die Ferse beim Binden fest in den hinteren Bereich des Schuhs gedrückt wird.

Eine besonders effektive Methode ist die sogenannte Flaschenzug-Schnürung (auch Fersenhalt-Schnürung genannt). Dabei wird der Schnürsenkel oft von oben statt von unten durch die Tiefzughaken geführt, um den Druck optimal zu verteilen und die Ferse zu fixieren.

Tipp für die Praxis: Eine exzellente, ausführlich bebilderte Leseempfehlung zum Thema „Wie vermeidet man einen Fersenschlupf?" und der richtigen Schnürtechnik findest du bei unseren Kollegen von den Bergfreunden. Vielen Dank an Wiebke für den informativen Beitrag: Wanderschuhe richtig schnüren – die Tricks der Profis.

Passend zu diesem Thema aus unserem Ratgeber: